Willkommen auf meiner persönlichen Website!

Mikrofone in einem Radiostudio

Willkommen auf meiner persönlichen Website. Mit persönlichen Ansichten.

Ich bin hauptberuflich Journalist und arbeite als Leiter der Regionalredaktion Aargau Solothurn von SRF.

Aus diesem Grund schreibe ich hier auch immer wieder über publizistische, medienethische oder medientechnische Themen, befasse mich insbesondere mit dem Medienwandel und der Digitalisierung. 

Als Radiomann, Event-Moderator, Tontechniker und Musiker liebe ich aber vor allem den Live-Moment. Deshalb bin ich oft unterwegs und schreibe hier viel zu wenig.



Aktuelle Blogbeiträge

Aus zeitlichen Gründen wird der Blog auf dieser Seite leider nur sehr unregelmässig aktualisiert. Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen gerne auch die Rubrik «Aus dem Regionalstudio» im Newsletter der SRG Aargau Solothurn. Dort publiziere ich regelmässig zu aktuellen Themen aus dem Redaktionsalltag. 


Preise und Ehrungen: Es braucht keine Journalist:in des Jahres, sondern eine Redaktion des Jahres!

Jedes Jahr freuen sich unzählige Journalistinnen und Journalisten über eine Nomination für den Titel «Journalist:in des Jahres». Und jedes Jahr folgt auch die obligatorische Kritik an dieser etwas seltsamen Ehrung. Auch ich kritisiere in diesem Blog-Beitrag die Ehrung. Aber nicht nur wegen ihrer offensichtlichen Tücken in der Umsetzung. Denn Journalismus ist immer und vor allem Team-Arbeit. Das wird aus meiner Sicht bei (fast) allen Journalismus-Preisen zu wenig berücksichtigt.

Journalistin des Jahres: Solche Preise braucht die Medienwelt gar nicht, heisst es im Blog von Maurice Velati
Bild: Maurice Velati

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Die Camperszene - eine Typologie

Die Zahl der verkauften und eingelösten Wohnmobile steigt rasant an. Auch ich bin an Wochenenden und in den Ferien regelmässig mit einem Campingbus unterwegs, in ganz Europa. Auf diesen Reisen habe ich meine «Artgenossen» studiert. Nicht wissenschaftlich natürlich, sondern höchst fragwürdig von meinen eigenen Vorstellungen geprägt. Trotzdem sei hiermit der Versuch einer Beschreibung der Spezies «Camperin und Camper» unternommen.

Campingbusse und Wohnmobile auf einem Stellplatz
Bild: Maurice Velati

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Von Dialekt und Heimat (Rede zum 1. August)

Wenn ich in meinem Dialekt spreche, dann wissen Menschen aus meinem Dorf, dass ich "zu ihnen gehöre". Sprache schafft Identität. Ich pflege diese Identität in meinem Job als Radio-Redaktor bewusst, indem ich meinen Dialekt aus dem Aargauer Süden pflege. Ich bin da aufgewachsen, ich klinge wie von da. Doch mein Heimat-Begriff ist etwas weiter. Vielleicht auch, weil mein Name ganz offensichtlich nicht von da kommt.

Schweizer Fahne
Bild: Hans Braxmeier auf Pixabay

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Die Bandagen werden härter

2019 war ein Wahljahr, 2020 ist im Aargau wieder ein Wahljahr. Von der aktuellen Corona-Krise gar nicht zu reden. Viel zu tun für eine News- und Politikredaktion also. Daneben beschäftigt sich insbesondere der Redaktionsleiter natürlich aber auch mit Aufgaben «hinter den Kulissen». Dazu gehören immer häufiger auch juristische Klagen.

Ein Klagelied aus meinem journalistischen Alltag.

Hand mit Paragraph: Immer häufiger greifen Juristen ein, wenn es um Streitigkeiten mit Journalisten geht
Bild: Gerd Altmann auf Pixabay

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Datensalat und Meinungsflut

Die Corona-Krise ist eine Herausforderung für Journalistinnen und Journalisten. Sie sind konfrontiert mit komplexer Wissenschaft, unvollständigen Datensätzen, mehr oder weniger gut belegten Meinungsäusserungen, Verunsicherung in der Bevölkerung. Wie geht eine Regionalredaktion von SRF damit um?

Lagebulletin des Kantons Aargau während Corona-Krise (Papiere)
Bild: Maurice Velati

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«Ein 28-jähriger Algerier»: Wenn Journalismus und Politik verschmelzen

Ist es wichtig zu wissen, ob ein Verbrecher oder eine Unfall-Fahrerin einen Schweizer Pass hat oder nicht? Das ist eine journalistische Frage.

Aber es ist auch eine politische Frage.

Und deshalb ist es eine heikle Frage. Und die Antwort darauf?

Ganz klar «Jein»!

 

Nationalitätennennung bei Kriminalfällen ist ein umstrittenes Thema in der Politik.
Bild: mohamed Hassan auf Pixabay

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Differenzieren statt duellieren, bitte!

Das politische Klima verroht, die Fronten verhärten. Hört man immer wieder. Gerade in unserem nördlichen Nachbarland (aber auch in der Schweiz) fragen sich viele, warum extreme(re) politische Positionen (wieder fast) mehrheitsfähig werden.

Und dann schaue ich einen Abend lang Fernsehen und erkenne, dass die Medien dabei wohl eine wichtige Rolle spielen. Ein persönliches Plädoyer für mehr Dokumentationen und weniger Talkshows.

Mittelalterliches Duell
Bild: Ben_Kerckx/Pixabay

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Mörder Markus und Schläger Stefan: Was Namen in der Justiz-Berichterstattung (nicht) verloren haben

Der Presserat rügt eine Schweizer Zeitung, weil sie den vollen Namen des Vierfachmörders von Rupperswil genannt hat. Es bestehe kein öffentliches Interesse an diesem Namen und auch für die Familie dieses Mannes bestehe Anspruch auf Persönlichkeitsschutz.

Eine gute Gelegenheit, um mal wieder über eine weit verbreitete Unsitte zu schreiben. In einem wie üblich ganz persönlichen Meinungsbeitrag.

Bild: ElasticComputeFarm/Pixabay.
Bild: ElasticComputeFarm/Pixabay.

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Ein Skandal! Oder vielleicht doch nicht?

Ich bin Journalist, kein Jurist. Gerichtsurteile lesen und verstehen ist nicht einfach. Wenn die Pressemitteilung dazu auf englisch und das Urteil  nur auf französisch vorliegt, dann wird es richtig schwierig. Darum geht es in dieser Geschichte.

Genauer: Was passieren kann, wenn Journalisten eine Quelle nicht genau lesen oder verstehen, wenn Kommentatoren den Artikel dazu nicht ganz lesen oder verstehen und wenn dann auch noch Wahlkampf ist... die Geschichte eines vermeintlichen Skandals.

Das Europaparlament in Strassburg
Bild: marconst/pixabay

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Drei Thesen zum Medienwandel

Die Nutzer weichen auf soziale Medien aus, wo internationale Grosskonzerne mit ihren Algorithmen die Inhalte steuern. Die Zahlungsbereitschaft für journalistische Inhalte ist gesunken, klassische Medienunternehmen sparen die Redaktionen klein.

Und doch möchte ich für mein Berufsbild nicht schwarzmalen. Denn erstens war früher nicht alles besser und zweitens gibt es durchaus Lösungsansätze.

Drei Thesen zur Zukunft der (Schweizer) Medienwelt.

Mann mit Handy: Die mobile Nutzung ist auch bei News heute Standard.
(c) TeroVesalainen/Pixabay

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Geschichten finden oder Geschichten erfinden?

Der «Fall Relotius» schadet der Glaubwürdigkeit des Journalismus. Wenn ein preisgekrönter Journalist ganze Reportagen erfindet, dann gerät die Branche unter Generalverdacht. Darin sind sich fast alle Kommentatoren einig. Doch ich möchte den Fall Relotius auch für eine selbstkritische Auseinandersetzung mit einem tatsächlich vorhandenen Problem im Journalismus nutzen: Auch «seriöse» und ehrliche Journalisten (ich zähle mich dazu) im Newsbereich bewegen sich täglich auf einem schmalen Grat zwischen Realität und Inszenierung.

Journalisten bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen Realität und Inszenierung.
(c) Andreas Berheide/stock.adobe.com

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Die Cervelat ist mir Wurst

Wieder einmal sorgt ein Facebook-Post für einen Medien-Hype. Es geht um eine Wurst, den Islam und die Frage: Wie viel Wahrheit braucht es eigentlich, damit eine Geschichte wirklich eine Geschichte ist?

Eine vielleicht mal wieder etwas belehrend wirkende (sorry!) kleine Wutrede vor dem Sommerloch.

Cervelat über dem Feuer
EmmaN / pixelio.de

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Sinnlose Liveticker und Journalisten als Richter: Medienkritik am Beispiel #Rupperswil

Der Strafprozess zum Vierfachmord von Rupperswil war ein mediales Spektakel. Über 60 Journalistinnen und Journalisten haben vor Ort berichtet, noch viel mehr hatten sich schon im Vorfeld damit befasst oder publizierten weitere Inhalte zum Thema.

Dieser Prozess zeigt auch exemplarisch, woran der Journalismus aus meiner Sicht aktuell krankt. Unnötige Trends, handwerkliche Sünden, strukturelle Probleme: Eine ganz persönliche Medienkritik.

Journalisten belagern den Ein- und Ausgang zum Gerichtssaal in Schafisheim.
(c) Maurice Velati

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Vorsätze 2018: Was ich aus der NoBillag-Diskussion lerne

Die direkte Demokratie ist eine grossartige Errungenschaft. Immer wieder bin ich stolz, dass ich über Abstimmungskämpfe berichten darf. Immer wieder bin ich stolz, dass ich als Bürger selber mitbestimmen darf.

Allerdings: Die aktuellen Debatten rund um die öffentliche Medienfinanzierung sind für mich persönlich etwas anderes. Denn der Abstimmungskampf wird besonders hitzig geführt. Und er betrifft mich ganz direkt.

Deshalb lerne ich viel in dieser Zeit.

Die Abstimmung zur NoBillag erinnert an frühere Abstimmungen zur Armee.
(c) Fotolia / Anton Sokolov

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«Hochzeit» von AZ und NZZ: Es braucht noch mehr für den Regionaljournalismus

Die Medienkonzentration schreitet voran. Nun haben auch die AZ Medien und die NZZ ein Joint-Venture angekündigt. Die regionalen Titel der beiden Konzerne sollen einen gemeinsamen Mantelteil erhalten.

 

AZ-Chefredaktor Patrik Müller verspricht sich davon nicht weniger als die Rettung des Lokal- und Regionaljournalismus. Ich widerspreche ihm nicht. Es braucht aber eine wichtige Ergänzung. Und ja, die hat mit meinem Job zu tun...

Medienkonzentration heisst auch: Öffentliche Medien werden wichtiger.
(c) Fotolia/doris_bredow

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Ich bin auch ein Bauer

Journalismus und Landwirtschaft haben etwas gemeinsam: Der Schweizer Markt ist zu klein. (Kühe auf der Weide im Napf-Gebiet)
(c) Maurice Velati

Natürlich bezahlt keiner gerne Steuern und Gebühren. Natürlich argumentieren die Gegner öffentlicher Medienangebote, dass man nur das bezahlen soll, was man auch konsumieren will. Klingt logisch, macht auf den ersten Blick Sinn.

Natürlich kann man also Journalismus einfach dem freien Markt überlassen. Das funktioniert dann aber in etwa so gut wie  bei der Landwirtschaft. Es würde alles verändern.

Ein Plädoyer für einen fairen Umgang mit dem Begriff «Zwangsgebühren».

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Aderlass im Aargau: Ein Radiosender baut um

On Air: Der private Aargauer Radiosender hat immer weniger Personal.
(c) Fotolia, Bits and Splits

Die AZ Medien organisieren ihren Radiobereich neu. So lautete in etwa der Titel der offiziellen Mitteilung des Medienkonzerns Ende September. Dahinter steht ein Stellenabbau in der Redaktion von Radio Argovia.

Interessiert hat diese Meldung praktisch kein anderes Medium. Ich finde das persönlich sehr schade. Man sollte auch über die aktuellen und vielleicht bevorstehenden Veränderungen in der regionalen Radio-Landschaft diskutieren.

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Gute Journalisten sind besser als Algorithmen

Hände halten zwei Puzzle-Teile in die Sonne: Journalismus setzt einzelne Puzzle-Stücke von Informationen zu einem Gesamtbild zusammen
(c) Fotolia / oatawa

Die persönliche Facebook- und Twitter-Timeline, der Screen im Bus, die Push-Meldung auf dem Smartphone, der RSS-Feed der Lieblingswebsite, der Blog des Kollegen, das Gespräch mit der Kollegin, die Diskussion am Stammtisch: Wir werden mit Informationen «bombardiert».

Kein Wunder, dass viele Menschen glauben, sie bräuchten keinen - kostenpflichtigen - Journalismus mehr. Aber guter Journalismus kann mehr als Algorithmen.

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Gute Journalisten tragen keine Brillen

Journalisten tragen keine Brille.
(c) fotolia, gena96

Ich bin kurzsichtig. Deshalb trage ich häufig eine Brille. Zum Beispiel beim Autofahren. In meinem Beruf als Journalist aber darf ich keine Brille tragen.

Ich versuche meine (kleine) Welt ohne Einschränkung des Blickfelds zu betrachten. Das wird oft nicht verstanden.

 

Eine Reaktion auf viele Hörerinnen- oder Leserkommentare.

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4 persönliche Antworten zum Thema SRG und SRF

Logo der SRG am Regionalstudio Aargau Solothurn von SRF: Persönliche Antworten zu Fragen rund um SRF und SRG
(c) Maurice Velati

Regelmässig darf ich Besucherinnen und Besucher empfangen im Regionalstudio Aargau Solothurn von Schweizer Radio und Fernsehen. Und regelmässig beantworte ich im Rahmen dieser Besucherführungen die gleichen Fragen zum Journalismus beim «öffentlichen Rundfunk». Es gibt Vorurteile, Klischees und Fehlinformationen, die ich nicht oft genug widerlegen kann. Deshalb tue ich es hier auch in schriftlicher Form.

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Transparenz und Ehrlichkeit zumuten

Faktencheck gegen Fake News: Wäre Transparenz nicht die bessere Lösung?
iwona golczyk / pixelio.de

«Faktencheck» heisst die heisseste Medienmode im Moment. Aber können Journalist/innen damit wirklich das Vertrauen des Publikums (wieder) gewinnen? Oft ist der Begriff eigentlich Augenwischerei. Langfristig braucht es vor allem Transparenz über unsere Arbeit, glaube ich. Auch wenn diese Transparenz manchmal ratlos macht.

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Reto mag den Herbst - eine Seetaler Kurzgeschichte

Jogger im Herbstnebel (Fotolia)
(c) sanderstock/fotolia.com

Eine Première: An der «Gespensternacht» im Schloss Hallwyl (organisiert durch den Förderverein Gesellschaft zum Falken und Fisch) habe ich zum ersten Mal eine frei erfundene Geschichte aus eigener «Feder» vorgelesen.

Das Publikum klatschte. Ich war sehr erleichtert darüber.

Ermutigt durch den Applaus publiziere ich die Kurzgeschichte nun auch auf diesem Weg. Und danke den Beteiligten der Gespensternacht für ihre Ermutigung, mich auch in die fiktiven Gefilde zu wagen.

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Einblicke in die Radiowelt: Ein Blick von aussen

Mal wieder etwas in eigener Sache quasi: Es passiert ja nicht oft, dass meine Redaktion und ich von anderen Journalisten besucht werden. Im Spätsommer ist es passiert. «Die Botschaft» aus dem Zurzibiet hat nun einen kleinen, sehr informativen Artikel zu unserer Arbeit publiziert. Für alle Leserinnen und Leser ausserhalb des Zurzibiets sei der Artikel hier an dieser Stelle zugänglich gemacht.

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Medien-Einfalt im Aargau?

CVP-Präsident Gerhard Pfister sagt in einem Interview mit der NZZ am Samstag, im Aargau müssten die SRG-Sender «ein Gegengewicht» zum freisinnigen Verleger Peter Wanner schaffen. Und das täten sie nicht. Das stimmt nicht, schreibe ich in einem Leserbrief, der heute ebenfalls in der NZZ erschienen ist. Und den ich hier gerne auch allen Nicht-Abonnenten der NZZ zur Verfügung stelle.

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Hörer-Reaktion: Braucht es diesen Beitrag?

Die Radio-Sendung «Regionaljournal Aargau Solothurn» von Radio SRF löst auch Kritik aus. Die Antworten der Redaktionsleitung lesen Sie hier.
(c) Fotolia/Oleksandr Delyk

Als Leiter der Regionalredaktion von Radio SRF in Aarau treten immer wieder Hörer/innen mit ihrer Kritik oder ihren Anliegen an mich heran. Der jüngste Fall: Unsere Sendung hat die Affäre «Gerigate» und ihre Folgen noch einmal ausführlich und hintergründig abgehandelt. Die Kritik einer Hörerin: Das wäre nicht nötig gewesen - wir zerren damit erneut eine Privatsache ans Licht der Öffentlichkeit. Ein berechtigter Einwand, wie ich meine. Und doch habe ich die Ausstrahlung des Beitrags unterstützt.

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Fall Rupperswil: Verstehen wollen

Journalisten und Kameraleute an der Medienkonferenz zum Fall Rupperswil in Schafisheim (AG)
Medienkonferenz zum Fall Rupperswil (Bild: Maurice Velati)

Ein Verbrechen wie der Vierfachmord von Rupperswil schockiert. Macht traurig, hilflos, wütend, ängstlich. Auch ich möchte wissen und verstehen, wie so etwas passieren kann. Wie ein Mensch zu einem grausamen Verbrecher wird.

Journalisten sollen Antworten liefern auf die Fragen des Publikums. Wir versuchen es auch in diesem Fall. Ich allerdings habe bisher kaum Antworten gelesen, die mir helfen.

Eine (etwas zynische) Kurz-Analyse.

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Ein Hoch auf die Lokalpolitik

Lösungen suchen in der Politik: Zwei Hände reichen sich zwei passende Puzzle-Teile
(c) gajus/fotolia

Dass ich den Lokal- und Regionaljournalismus für den besten aller Berufe halte, habe ich an dieser Stelle schon beschrieben. Inzwischen habe ich bemerkt, dass mir auch die Lokalpolitik ganz besonders ans Herz gewachsen ist. Im Gegensatz zur Politik auf kantonaler und nationaler Ebene, die mich je länger je öfter langweilt. Ein ganz persönliches Statement zum Thema politische Kultur.

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«Frag doch schnell den...»: Instant-Reaktionitis

Interview mit Frau: Journalisten holen schnell Reaktionen ein
(c) wellphoto / fotolia

Sie kennen diesen Typ von Geschichte: Es gibt ein neues Asylzentrum in Gretzenbach. Was sagt wohl SVP-Nationalrat und Minarettsverbot-Initiant Wobmann dazu, der in dieser Gemeinde wohnt? Oder: Es gibt eine neue provokative Werbekampagne. Was sagt wohl SP-Nationalrätin und Vorzeigefeministin Yvonne Feri dazu? Journalisten brauchen Konflikte. Konflikte brauchen Menschen mit klaren Positionen. Wir Journalisten tappen deshalb täglich in diese «Reaktionitis-Falle».

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Reflex «Draufhalten»: Handy ein, Hirn aus?

Feuerwehrautos, im Hintergrund brennendes Haus und Drehleiter, Grossbrand in Olten
Einsatz in Olten (Bild: Maurice Velati)

Ein Grossbrand in Olten wird zum nationalen Medien-Ereignis. Ein Grund dafür: Es ist sofort tonnenweise Bild- und Videomaterial verfügbar. «Bürger-Journalismus», «Augenzeugen-Material» oder auch «Gaffer-Videos» sei Dank.

 

Eine gute Entwicklung? Auf jeden Fall gefährlich. Für Journalisten und Augenzeugen. Ein Debattenbeitrag.

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Nachtrag zum Artikel «Gerüchteküche»

Vor einigen Monaten habe ich hier darüber geschrieben, wie verschiedene Medien basierend auf Gerüchten über mögliche sexuelle Verhältnisse zwischen einer Lehrerin und ihren Schülern berichteten. Inzwischen haben die Behörden auch die Strafuntersuchung im einzigen real existierenden Fall eingestellt. Und deshalb sei das hier erwähnt.

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RTVG-Abstimmung: Immerhin wird gestritten!

Ja, der Abstimmungskampf war aus meiner Sicht zum Teil grenzwertig. Und ja, das Resultat fiel knapp aus. Aber sogar ich als SRG-Mitarbeiter kann dem ganzen RTVG-Abstimmungskampf etwas Positives abgewinnen. Nämlich? Wir sind mal wieder Thema!

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Die Gerüchteküche kocht nicht fein

Lehrerin hat Sex mit Schüler in Unterkulm: Gerüchteküche brodelt
Bild: contrastwerkstatt/Fotolia

Eine 30-jährige Lehrerin hat eine sexuelle Beziehung zu einem 17-jährigen Schüler. Sie wird entlassen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Ein Thema für die Medien? Natürlich. Und wie! Gewisse Titel drehen die Story aus dem Wynental über Tage weiter. Zu Recht? Natürlich nicht! Denn erzählt sind die Fakten schnell. Was anschliessend kommt, sind nur noch Gerüchte. Und Gerüchte haben nun wirklich nichts verloren bei Zeitungen und Nachrichtenportalen.

 

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Hört! auf! mit! dieser! Opfer-Show!

Boulevard-Medien und ihre Opfer-Show: Der Schrei nach Aufmerksamkeit am Kiosk (Bild)
(c) Kunstzirkus / pixelio.de

Pressetitel und Online-Medien gieren nach Aufmerksamkeit. Zum Beispiel mit solchen Ausrufezeichen in Überschriften. Das ist nicht neu. Und im Boulevard schon immer schlimmer gewesen. Aber es gibt eine besonders perverse Art des Erregungsjournalismus. Es passiert nach tragischen und tödlichen Unfällen. Und die Überschriften lauten: «Sie hat so viel gelacht» oder «Er wollte noch eine Weltreise machen».

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#gerigate: 6 Lehren für Journalisten, Politiker und Bürger

Paparazzo-Bild: Der Fall Geri Müller in den Medien Schweiz.
(c) B. Laube / Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Ich gebe offen zu: Bereits nach einer Woche Berichterstattung über die sogenannte Affäre rund um Geri Müller habe ich die Nase gestrichen voll. Noch immer werden Dutzende von Artikel publiziert, Tweets abgesetzt, Kommentare geschrieben. Die Inhalte wiederholen sich, wirklich Licht ins Dunkel bringt kaum jemand. Aber: Die Geschichte ist ein wahrhaft grandioses Lehrstück dafür, wie sich Medien und Politik in unserem Land aktuell verhalten. Der Versuch einer Zusammenfassung.

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Medien ohne Mauern: Das Netz erweitert den Horizont wirklich

Hände halten sich: Medien ohne Mauern: Das Netz erweitert den Horizont wirklich - mvmedia Blog Maurice Velati - Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de
Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Das Internet kann Grenzen überwinden und Mauern niederreissen. Klingt pathetisch und ein wenig übertrieben. Stimmt aber zumindest teilweise für die Medienbranche. Im Netz werden Inhalte immer häufiger echt vernetzt und ausgetauscht, sogar zwischen Konkurrenten. Ein echter Kulturwandel ist im Gang. Das bringt den Usern Mehrwert. Und langfristig wohl auch den Journalisten.

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